Donnerstag, 16. April 2009

Bericht an eine Akademie (C)


Chamartín, Ciudad-Jardín (1953):
Cinema called "Covadonga".



Conocido como "Covacha".

1975-78
Cinemateca Nacional.
Cult! Culture! Cool!
Cine-de-autor, ciclos cine-músical.
Clientela: Cinéfilos.
Chicos con... chicas.


1989
Cerrado.
Candado.
"CERRADO POR REFORMAS,
CERRADO POR REPARACIÓN.

¿Qué tipo de reparación?

¿Cuándo termina dicha reparación, dicha reforma?

¿Cuándo, por lo menos,
empezará?
Cerrado... cerrado... cerrado...
todo cerrado..."

Contrapunto
Cooperación cinematográfica (Andrés Vicente Gómez, Víctor Manuel, Antonio Resines, Rosa María Mateos
)
.
Cuatro cines corrientes en la casa? Qué idea!
Chamartín (junta del distrito): Contra concesión.
Cínico.
Cervantesco.
Corrupto?


28.2.1991
Chispas.
Chisperos.
Chisporroteos!
Cinco (madrugada): Casa carbonizada.
Catástrofe. Cenizas.
Cables? Cortocircuito?
Scientificly confuted.

Cui bono?



Sonntag, 12. April 2009

Lyke-Wake Dirge




This ae nigh
te, this ae nighte,
Every nighte and alle,
Fire and fleet and candle‑lighte,
And Christe receive thy saule.




When thou from hence away art past,
Every nighte and alle,
To Whinny-muir thou com'st at last;
And Christe receive thy saule.




From Whinny-muir when thou may'st pass,
Every nighte and alle,
To Brig o' Dread thou com'st at last;
And Christe receive thy saule.




From Brig o' Dread whence thou may'st pass,
Every nighte and alle,
To Purgatory fire thou com'st at last;
And Christe receive thy saule.




This ae nighte, this ae nighte,
Every nighte and alle,
Fire and fleet and candle‑lighte,
And Christe receive thy saule.


Donnerstag, 9. April 2009

Bericht an eine Akademie (B)


Bernardette.



Bernardette beginnt beispiellos.
Brunos Braut? Bund? Beiwohnen? Bald?
Buhu! Bä!

Betriebsame, bewegliche Bernardette. Behutsam, Bruno!

Brauttermin.
Biederer Bruno, breitbeinig.
Blicke.
Blötzlich:
- Bye, bye, Bruno!
Bernardette braust bravourös. Brumm! Brummbrumm!
- Bleib, Bernardette! (Bitte?)
Bruno blamiert. Böse. Bloßgestellt.

Befreiung!

Berge.



Bodenfreiheit.
Beinfreiheit.



Bernardette barfuß.

Blumen.
Blümlein!



Bunte Blumen.
Blaue Blumen.



Bäume, Blätter.
Bernardettes Baradiese:
Bäche,



Bäche,



Bäche.



Bernardette beträchtlich berauscht, beglückt.

Barockmusik.
Buxtehude, Burcell, Bach.

Bändel?

Bernardette bettet (nicht: betet! nicht: bittet!).
Bona-nit.
(Bericht beendet.)

Sonntag, 5. April 2009

Begleitung


Und wißt Ihr was? Wenn ich jetzt gleich meinen Bach besuchen werde, Ihr wißt schon, diesen hier:




dann bin ich nicht allein! Nein. Ich habe nette Begleitung.



Ist das nicht schön?
Dulcinea

Freitag, 3. April 2009

Patria de Dulcinea (3)

Das Problem ist gar nicht, daß wir Pöklerinnen nicht schön sind. Sicher, es gibt solche und solche. Arbeitende Landfrauen, Müllerinnen, Fischerinnen, Pöklerinnen, haben immer rauhe Hände, beispielsweise. Aber bevor wir unsere sieben Kinder kriegen, sind wir doch meist sehr schön.



Das Problem ist auch nicht, daß es Vorurteile gegen meinen Berufsstand gäbe. Sicher, die Poesie von Schweinen hat bislang noch kaum einer erkannt. Ich denke, ich sollte darüber einst ein Poem verfassen. Denn selbst in moderner Zeit werden Schweine in manchen Machwerken verzerrt und häßlich dargestellt. Aber den Schinken, den mögen dann doch alle! Nun ja.



Nein. Das Problem liegt ganz woanders. Das Problem ist, daß es bei uns so wenig Wasser gibt. Die Mancha ist so kärglich, so trocken! Bernardette beschwert sich oft, daß nicht einmal richtiger Klee gedeiht, für die Kühe. Hätten wir doch Bächlein! Bächlein!



Denn es weiß eine jede: frische, wunderhelle Bächlein bringen viele wandernde Junggesellen des Wegs. Wer wandert, der sucht sich lieber einen schattigen Weg am Bach,



als einen Weg in der prallen Sonne über die Hügel der Mancha!



Ach! Wie gern hätten wir sie, die Bächlein!
Ach! Wie gern hätten wir sie, die Junggesellen!
Die sängen:

Ist das denn meine Straße?
O Bächlein, sprich, wohin?
Du hast mit deinem Rauschen
Mir ganz berauscht den Sinn.



Es ist der Bach. Der Bach!
Der Bach ist das Problem.

Nun stellt Euch einmal vor, ein einsamer Wanderer würde sich doch einmal in unsere kärgliche Mancha verirren. Er käme über die Hügel, erwartungsfroh, er sähe meinen Hof, er hörte die Schweine grunzen und die Vögelein singen. Und dann sähe er mich und sagte sich:

O Vöglein meiner Liebe,
Was bist Du wunderlich!
Will's ja nicht weitersagen,
Sag, Vöglein, liebt sie mich?

Ich würde doch dahinschmelzen! Das ist ja das Problem. Kein Jäger der Welt könnte mich davon abhalten, diesen Wanderer zu erhören. Sofort und auf der Stelle! Alle Wanderer! Die kämen! Aber es kommen keine. Daraus folgt auch, daß etwaige Wanderer nun gar nicht mehr folgende Zeilen singen:



Ich möchte liegen vor ihrer Tür.
In Sturm und Regen und Schnee.
Und singen ganz leise bei Tag und Nacht
Das eine Wörtchen: Ade!

Wo ist da die Romantik, bitte, wenn das nicht mehr gesungen wird? Wenn nicht mehr gelitten wird? Und schließlich würden sich diese Wanderer ja auch gar nicht ertränken. Wo denn! Kein Bach könnte ihnen ein Wiegenlied singen!



Es ist der Bach. Der Bach!
Der Bach ist das Problem.

Deshalb, allein deshalb, wird es niemals Hohelieder auf "Die schöne Pöklerin" geben. Und auch nicht auf "Die schöne Windmüllerin". Wegen dieser verfluchten Trockenheit. Denn für die Liebe ist zumindest ein klein wenig Feuchtigkeit notwendig. Die Liebe, erst recht die unerfüllte, gedeiht besser an Bächen.


Und an großen Flüssen. Das wißt Ihr ja.

In diesem Sinne grüßt Euch,
Dulcinea

Mittwoch, 1. April 2009

Patria de Dulcinea (2)


Manche von Euch wissen ja, wo El Toboso liegt. In der Mancha. Unser Dorf hat einen sehr schönen Eingang:




Was die Aufschrift an dem Haus bedeutet, verstehe ich nicht ganz, aber gut. Einmal sind wohl nach Mitternacht zwei Verirrte bei uns im Dorf unterwegs gewesen, oder Verwirrte, da sind sich die Quellen noch nicht ganz einig. Man sagt, sie seien auf Pferden gekommen, oder, besser, auf einem Pferd und einem Esel. Ich hoffe, Sancho hatte nichts damit zu tun! Sie haben sich unterhalten und seien mehrmals um unseren Kirchturm herumgeritten. Mitten in der Nacht, das muß man sich vorstellen. Was sie wohl gesucht haben?




Hier seht Ihr mein Arbeitszimmer. Wo ich pökele, in erster Linie. Danach lese ich hier auch die Zeitung, singe oder höre Hörspiele. Oder tue andere schöne Dinge. Ich meine, Fußball gucken oder so.
Ganz am Ende gehe ich schlafen.



Und träume. Seht Ihr mich atmen?



Bis meine Schweine, namentlich Aurora - vielleicht auch Fortuna - die Morgenröte ankündigen.
Poetischer kann es kaum sein, oder?
Es grüßt Euch,
Dulcinea

Montag, 30. März 2009

Ein Garten im Norden


Ich hatte einst ein schönes Vaterland.
Der Eichenbaum
Wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft.
Es war ein Traum.


Das küßte mich auf deutsch, und sprach auf deutsch
(Man glaubt es kaum,
Wie gut es klang) das Wort: »ich liebe dich!«
Es war ein Traum.